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Projekt WohnPerspektiven
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Wohnungsnotfallnetzwerke für junge Menschen im ländlichen Raum -Bedarfsanalyse, Entwicklung und Erprobung von Hilfen.
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Der Caritasverband für die Diözese Münster e.V. ist Träger des Projektes "Wohnungsnotfallnetzwerke für junge Menschen im ländlichen Raum". Durchgeführt wird dieses Projekt in enger Kooperation mit folgenden Verbänden:
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Unterstützt in Projekt- und Prozessgestaltung wird WohnPerspektiven durch das Büro STADTRAUMKONZEPT aus Dortmund. Das dreijährige Projekt wird gefördert im Rahmen des Aktionsprogramms "Obdachlosigkeit verhindern - Weiterentwicklung der Hilfen in Wohnungsnotfällen" des Landes NRW vom Ministerium für Generationen,
Familie, Frauen und Integration".
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Zielgruppe
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Zielgruppe dieses Projekts sind primär Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren in Wohnungsnotfällen. Dazu zählen sowohl von
Wohnungslosigkeit bedrohte als auch wohnungslose junge Menschen, Männer und Frauen, auch Paare, Familien und Alleinstehende.
Insofern verbirgt sich hinter dem Begriff "Junge Menschen in Wohnungsnotfällen" ein äußerst heterogenes Klientel, was durch weitere Faktoren verstärkt wird wie z.B. Pubertät, Schule, Sucht- und Drogenproblematik,
Jugendkriminalität, Abkopplung von der Herkunftsfamilie, psychische Erkrankungen, Langzeitarbeitslosigkeit, unzureichende
Ausbildung, Migrationshintergrund, mangelnde Integration bis hin zu sozialer Isolation.
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Das Konzept können Sie hier herunterladen.
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Entwicklung des Projekts in der ersten Hälfte des Jahres 2011
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Sehr geehrte Kollegen, Akteure und Interessierte,
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Nach einem erfolgreichen ersten Projektjahr, in dem die Kontaktaufnahme mit einer Vielzahl von Akteuren im Psychosozialen
Hilfesystem im Vordergrund stand, ging es in einem 2. Schritt darum qualitative Erkenntnisse zum Hilfebedarf junger Wohnungsloser
und dem Hilfeangebot der verschiedenen Anbieter zu bekommen.
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Nähere Informationen zu diesem Prozess finden sie hier.
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Dazu haben in der 1. Jahreshälfte 2011 Interviews mit einem repräsentativen Querschnitt von Vertretern des psychosozialen
Hilfesystems stattgefunden. Dabei wurden Erkenntnisse
- zur Wohnraumversorgung der Zielgruppe - zu Faktoren der Entstehung der Notlagen - Bewältigungsstrategien und Reaktionen der Betroffenen auf die Notlage - über bestehende Hilfeangebote und - über die Vernetzung der Hilfen gewonnen.
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Eine ausführliche Darstellung der Befragungsergebnisse finden sie in einem Ausschnitt des Zwischenberichtes an das Ministerium,
der Ihnen hier zur Verfügung steht.
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Neben den konkret erfragten Informationen wurde außerdem deutlich, dass die befragten Akteure sehr lokal bezogen denken und
agieren. Konkrete Hilfen und einzelfallunabhängige Planungen und konzeptionelle Überlegungen beziehen sich insbesondere bei
den kommunalen Institutionen fast ausschließlich auf die lokale Ebene. Die Region Moers-Xanten (dem Einzugsgebiet des Caritasverbandes Moers-Xanten mit seinen Hilfeangeboten) ist in diesem Zusammenhang
als Bezugssozialraum für die Akteure auf kommunaler Ebene kaum von Bedeutung. Die Projektgruppe hat diese Erkenntnis zum Anlass
genommen, das Projektkonzept auf die verschiedenen lokalen Ebenen zu übertragen.
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Hierzu werden in allen sieben Kommunen des Einzugsgebietes (linksrheinischer Teil des Kreises Wesel) zunächst die unmittelbar
mit der Zielgruppe befassten Institutionen (Ordnungs-bzw. Sozialamt als unterbringende Behörde, Jugendamt und zuständige Beratungsstelle)
in Einzelgesprächen zu der aktuell geübten Praxis in der jeweiligen Kommune bei der Anfrage von wohnungslosen jungen Menschen
befragt. In einem 2 Schritt werden die Akteure zu einem lokalen Arbeitsgespräch eingeladen. Hierbei wird die moderierende
Projektgruppe die gewonnen Erkenntnisse vorstellen und zunächst um Ergänzung und Korrektur bitten. Diese Informationen werden in einem Handbuch" mit lokalem Bezug zusammengefasst und ergeben eine konkrete Informationssammlung
über die Verfahrensweise bei Wohnungslosigkeit mit Zuständigkeiten, Ansprechpartnern, Telefonnummer, Standorten der Notunterkünfte
usw..
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Eine weitere Erwartung der Projektgruppe an die lokalen Arbeitsgruppen in diesem Prozess ist die Identifizierung von Schwachstellen
und Verbesserungspotentialen in der Hilfe für junge Menschen in Wohnungsnot.
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Die hier skizzierte Kommunalisierung" des Projektkonzeptes ist zwar sehr arbeitsaufwändig, da ähnliche Prozesse parallel
an 7 Standorten mit jeweils mindestens 3 beteiligten Institutionen moderiert werden müssen, aber die Projektgruppe erhofft
sich hiervon Arbeitsergebnisse, die nahe an den lokalen Bedarfen der Zielgruppe liegen und außerdem die Interessen und Ressourcen
der lokalen Akteure berücksichtigen.
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Eine weitere Erkenntnis, die noch verifiziert werden muss ist, dass in den Beratungsdiensten junge wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit
bedrohte Menschen vorsprechen aber nur sehr wenige von Ihnen ordnungsrechtlich untergebracht werden. Dieses Phänomen fällt
insbesondere in den besonders ländlichen kleinen Kommunen auf. Es stellt sich die Frage, wo die Menschen bleiben. Eine Hypothese ist, dass auf dem Land mit seinem verhältnismäßig hohen Anteil an Wohneigentum innerhalb der Familie Wohnraum
zumindest vorübergehend zur Verfügung steht. Ihre Einschätzungen und Erfahrungen zu dieser Thematik interessiert uns sehr.
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Ihre Mithilfe erbitten wir noch in einer weiteren Angelegenheit. Die bisherigen Erkenntnisse basieren ausschließlich auf den Erfahrungen und Erkenntnissen der verschiedenen Akteure im Hilfesystem,
sind also unmittelbare Informationen. Wir halten es für erforderlich dieses Wissen durch die Befragung von Betroffenen zu überprüfen und ggf. zu korrigieren und
ergänzen. Um nicht ausschließlich Klienten der verschiedenen Caritasfachdienste zu befragen, bitten wir sie, uns wohnungslose, von Wohnungslosigkeit bedrohte oder in prekären Wohnsituationen sich befindende junge Menschen
(bis 27 Jahre) zu benennen, die zu einem Interview (auch anonym) bereit sind. Themen des Interviews werden schwerpunktmäßig die aktuelle Situation und Erfahrungen mit dem psychosozialen Hilfesystem sein.
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Zum Abschluss weise ich noch auf den Internetauftritt des Gesamtprojekts WohnPerspektiven hin, den Sie unter www.wohn-perspektiven.de erreichen können. Dort finden Sie auch Informationen zu der Entwicklung des Projektes an den beiden anderen Standorten.
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Projektmitarbeiterin Anne Willrodt Goldstraße 17-19 47495 Rheinberg Tel.: 02843 / 97 10-21 Fax: 02843 / 97 10-70 E-Mail: anne.willrodt@caritas-moers-xanten.de
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Fachdienstleitung Hans Joachim Karth Ostring 1 47441 Moers Tel.: 02841 / 90 10-800 Fax: 02841 / 90 10-817 E-Mail: hans-joachim.karth@caritas-moers-xanten.de
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