Caritasverband Moers-Xanten e.V. - Frühe Hilfen

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Frühe Hilfen

Guter Start für Mutter und Kind

 

Endlich ist das Baby da! Alle freuen sich. Von nun an gibt der neue Erdenbürger den Takt in der Familie vor. Dabei muss so manche Mutter selbst erst im Leben mit Säugling ankommen. Damit der Start mit dem Baby in einen neuen Lebensabschnitt gut gelingt, hat der Caritasverband Moers-Xanten gemeinsam mit dem St. Josef Krankenhaus die "Frühen Hilfen" ins Leben gerufen.

Bärenfreunde
Bärenfreunde

So klein sie auch sind, so gründlich krempeln sie das Leben der Großen um. Babys haben zwar nicht viele Ansprüche, aber die wenigen fordern sie oft und vehement ein: Füttern! Wickeln! Schlafen! Sie wollen getragen werden. Manche haben Bauchweh. Die Nächte sind oft kurz. Müdigkeit gesellt sich zum Baby-Glück. Die Kraft der Mutter reicht gerade noch zum Stillen und Wickeln. Zu alledem spielen die Hormone nach der Entbindung verrückt.
Kurzum: Nichts ist mehr wie vorher
Mit der Geburt eines Babys beginnt auch für die Eltern ein neuer Lebensabschnitt, und wie in allen Umbruchsituationen geht das nicht völlig reibungslos. Der Caritasverband Moers-Xanten und das Krankenhaus St. Josef haben nun das Projekt "Frühe Hilfen" gestartet. Es soll vor allem Frauen helfen, die neue Situation mit Säugling möglichst stressfrei zu meistern, und sie gegebenenfalls mit Informationen, Beratung und praktischen Hilfen entlasten.

Entlasten, egal wie

Rund 700 Frauen entbinden jährlich in dem Moerser Krankenhaus St. Josef. Durch das neue Projekt erhalten sie einen zusätzlichen Service. "Es ist ein Angebot, das wir den jungen Müttern machen. Unsere zentrale Frage ist: Was würde Sie jetzt in der Situation mit dem Neugeborenen entlasten?", erläutert Henric Peeters, Geschäftsführer des Caritasverbandes Moers-Xanten. Die Antworten auf diese Fragen werden so unterschiedlich sein wie die Frauen. "Die eine freut sich, wenn jemand mit ihrem Baby spazieren geht, damit sie ungestört zum Friseur gehen kann. Die andere fühlt sich allein und hätte gern Kontakt zu anderen Frauen, und wieder eine andere wünscht sich ein Kinderbett, weil das Geld dafür nicht reicht", sagt Peeters.

Hebammen haben Schlüsselrolle

Nur in seltenen Ausnahmefällen werden die Frühen Hilfen wirklich dramatische Situationen entschärfen müssen, glaubt der Geschäftsführer. Das Präventionsprojekt kann dazu beitragen, dass sich der Druck auf die Mutter nicht aufschaukelt und in einer Krise mündet, bei der das Kind Schaden nehmen könnte. Laut einer Studie der Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft zeichnet sich die seelische und körperliche Gefährdung eines Kindes bereits in 70 bis 80 Prozent der Fälle bei der Geburt ab.
Im September ist auf das auf drei Jahre angelegte Projekt angelaufen. Dank der Unterstützung von Aktion Mensch konnte eine Projektkoordinatorin eingestellt werden: Martina Rensen-Michaelis (44) ist Sozialpädagogin und Familienpflegerin. Die neue Caritas-Mitarbeiterin hat ihren Arbeitsplatz im St. Josef Krankenhaus. Bei ihr laufen alle Fäden der Frühen Hilfen zusammen. Der wichtigste Teil ihrer Arbeit ist das Netzwerken hinter den Kulissen, denn für das Projekt hat die Caritas viele Experten und Helfer in ein Boot geholt: Hebammen, Krankenschwestern, Ärzte, Experten für Erziehungsberatung und ambulante Hilfen sowie eine PR-Fachfrau für Öffentlichkeitsarbeit. Den Hebammen kommt dabei eine besondere Rolle zu, denn sie sind durch die Nachsorge-Betreuung nah dran an Mutter und Kind. "Sie sind die Brücke. Sie können sehen, wo Unterstützung hilfreich wäre, und den Weg dorthin ebnen", sagt Peeters. Im ersten Jahr wird die Projektkoordinatorin sich einarbeiten und den Kontakt zu den jungen Müttern suchen. In einem zweiten Schritt ab Mitte 2011 werden ehrenamtliche Familienpaten eingeführt. Sie sollen Familien mit kleinen, praktischen Hilfen entlasten.

Downloads zu diesem Thema:

  • Infoblatt über unser Angebot als PDF.
  • Interview mit Diplom-Sozialpädagogin Martina-Rensen Michaelis und Chefarzt Dr. med. Jens Pagels als MP3.


Ansprechpartner:

Gabriele Mahl-Schmidt
Goldstraße 17-19
47495 Rheinberg
Tel.:     02843 / 971051
E-Mail: gabriele.mahl-schmidt@caritas-moers-xanten.de



Martina Rensen-Michaelis
Asbergerstraße 4
47441 Moers
Tel.:     0151 / 14563322
E-Mail: martina.rensen-michaelis@caritas-moers-xanten.de

 

 


> © Quelle: Sozialcourage Ausgabe 4/2010