v.l.n.r: Marc Inderfurth (Vorstand Caritas Moers-Xanten), René Schneider (Landtagsabgeordneter), Klaus Roosen (Fachbereichsleiter Caritas Moers-Xanten)
Der Erhalt des Sozialstaats war zentrales Thema eines Besuchs des Landtagsabgeordneten René Schneider bei der Caritas Moers-Xanten in Kamp-Lintfort. Caritas-Vorstand Marc Inderfurth sowie Fachbereichsleiter Klaus Roosen sprachen mit SPD-Politiker Schneider über aktuelle sozialpolitische Entwicklungen.
Die Caritas-Vertreter bestätigten, dass die Finanzierung von Angeboten immer schwieriger werde. Eigenanteile steigen demnach, erklärten Inderfurth und Roosen und verwiesen dabei auf die Bedeutung ausreichender Unterstützung durch Bund und Land. Schneider machte deutlich, dass es nicht zu einem Abbau des Sozialstaats kommen dürfe. „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten braucht es mehr und nicht weniger Unterstützung der Menschen, die sonst ihre Probleme alleine nicht mehr gelöst bekommen“, sagte Schneider.
Auch Kommunen geben den Spardruck aktuell oft an die sozialen Träger weiter – etwa bei der Finanzierung der offener Ganztagsangebote an den Schulen. Die Caritas begrüßte dabei, dass die Einsparungen bei der Schulsozialarbeit in Kamp-Lintfort zurückgenommen werden sollen. Eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung brauche es jedoch über die verschiedenen sozialen Angebote hinweg. So führte eine unzureichende Förderung auch dazu, dass sich die Caritas mit ihrer Beratung aus der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Geflüchtete in Orsoy zurückgezogen hat.